Archiv für September 2007

Zu Intersexualität

Da ein Kommentar in der Diskussion bei Dorfdisco nicht angezeigt wird, poste ich ihn hier:

@ Helden Karl

Wie gesagt ging es doch um den Nachweis eines dritten oder was weiss ich was Geschlechtes. Du sagst oben z.B. dass die Medizin das sich so halt “einteilt”, und dass sie keine neutrale Wissenschaft ist. Dem könnte ich alles zu stimmen, aber in der konkreten Diskussion hlift mir das eben nicht, weil ein konkreter Nachweis fehlt.

Du hattest doch behauptet, es gäbe nur männlich und weiblich und nur XX und XY, was widerlegt wurde. Auch die Medizin kennt Menschen „mit voll ausgebildeten männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen (hermaphroditismus verus) d. h. körperlich nicht eher zum einen oder anderen Geschlecht ausgebildet“. Auch in den anderen Fällen von „Intersexualität“ greift die Medizin noch operativ, mit Hormonen usw. ein, damit es eine eindeutige Zuordnung zu einem Geschlecht gibt.
Wieviele konkrete Nachweise willst du denn noch?

Es daher auch blöd wenn du schreibst: “Die Aufteilung ist so eben nicht gültig, von der Kritik an dieser Sortierung einmal abgesehen.” Wenn es tatsächlich eine Sortierung nach einem Interesse ist, dann muss man das nachweisen, und das wäre zunächst mal schlicht ein anderes THema.

Wenn man 46XX, 46XY, 47XXY und 45X hat (es gibt noch mehr), dann könnte man auch von vier verschiedenen Geschlechtern sprechen, es liegt nicht auf der Hand von zwei zu sprechen. Die Benennung und Kategorisierung ist nun mal Konvention, könnte aber auch anders aussehen.

Und hier ist noch der Zweck für die Sortierung:


Dabei hatte John Money, der Begründer dieser Zwangszuweisungen, in seiner Dissertation nachweisen können, dass unverstümmelte Hermaphroditen keine pathologischen Persönlichkeiten entwickelten, sondern sich zu starken Charakteren ausformten. Doch er ließ seine Doktorarbeit in einem Universitätsarchiv vermodern und entschied sich für den profitableren Weg, Hermaphroditen zu operieren.

Aus: Fürsorgliche Belagerung

„pro perfidis Judaeis“

Wird der deutsche Papst die antijüdische Karfreitagsfürbitte der tridentinischen Liturgie zum Teil wieder zulassen?