Archiv für Oktober 2007

Der Antisemitismus und die Linke I- Klassiker über den Antisemitismus

Il n‘y a pas d‘Aryens, il n‘y a pas de sémites : il y a des pauvres et des riches, des exploiteurs et des exploités. (…)
A ceux qui dénonceront devant toi le péril juif, réponds en attaquant le capital, quel qu‘il soit, juif ou chrétien : le capital sans qualificatif. A ceux qui t‘engagent à crier à bas Israël, réponds encore à bas le capital, à bas la propriété, et ne sors pas de là, ne te laisse pas détourner de ta route par ceux qui veulent t‘engager dans une impasse qui ne te conduira à rien.
Va ! la finance, l‘agio, le capital, la propriété, tous tes ennemis, en un mot, ne sont pas juifs, ils sont universels, ils sont chrétiens, ils sont musulmans, ils sont bouddhistes.

(Bernard Lazare 1899)

Zu Dokumentationszwecken poste ich im folgenden einige Texte von marxistischen und anarchistischen Autoren, die sich mit Antisemitismus auseinandersetzen.

Friedrich Engels Über den Antisemitismus (1890)

Bernard Lazare Contre l‘antisemitisme (1896)

Bernard Lazare Antisémitisme et Révolution (1899)

Der anarchistische Schriftsteller Bernard Lazare war -noch vor Émile Zola- der erste Verteidiger von Alfred Dreyfus.

Wladimir Illitsch Lenin Über die Pogromhetze gegen die Juden (1919)

Lenin sprach diese Rede auf Schallplatten, damit sie auch für Analphabeten zugänglich war.

Rudolf Rocker Antisemitismus und Judenpogrome (1923)

Nestor Machno To the Jews of All Countries (1927)

Nestor Machno The Makhovshchina and Anti-Semitism (1927)

Während des Bürgerkriegs in der Ukraine kam es zu zahlreichen Judenpogromen, wo teilweise wohl auch Anhänger der Machnobewegung beteiligt waren, wobei das umstritten ist.
Die obigen Texte vermitteln -meines Erachtens- aber glaubhaft, dass Machno selbst kein Antisemit war und den Antisemitismus in seiner eigenen Bewegung bekämpfte, wofür auch die Freundschaft mit Sholom Schwartzbard spricht.

Josef Stalin Über den Antisemitismus. Antwort auf eine Anfrage der Jüdischen Telegrafenagentur aus Amerika. (1931)

Stalin sollte sich später leider selbst zum Antisemiten entwickeln.

Leo Trotzki Thermidor und Antisemitismus (1937)

Was ist eigentlich Geschichtsphilosophie?

Mit dieser Frage beschäftigt sich Michael Heinrich in seinem sehr lesenswerten Artikel Geschichtsphilosophie bei Marx.
Weit mehr als bei Marx selbst wurde im „Historischen und Dialektischen Materialismus“ der marxistisch-leninistischen Weltanschauung behauptet, die Geschichte hätte ein Ziel und würde nach objektiven Gesetzen voranschreiten, die durch das Studium des „wissenschaftlichen Sozialismus“ erkannt werden könnten.

Pschychoanalyse auf die Couch!

Aus: Geschichte und Kritik der Psychoanalyse

Der GSP und die „Negerstämme“ in Afrika

Der folgende Artikel wurde schon einmal auf dem Portal X-berg.de gepostet und bezieht sich auf eine Diskussion im damaligen Kommunistischen Forum über den Text Die politische Eigenart der afrikanischen „Nationalstaaten“ der Marxistischen Gruppe (MG) aus dem Jahr 1983.
Dies ist der erste von mehreren Texten, die sich mit dem Bild von Afrika und der „rückständigen Neger“ beschäftigen werden. Dabei wird auch die Debatte zum damaligen Artikel noch einmal Thema sein.

Eric Wolf

Vor allem anhand der Geschichte Somalias soll im Folgenden gezeigt werden, dass der obige Text seinem Anspruch, die bürgerliche Sichtweise zu kritisieren, keineswegs gerecht wird, sondern selbst in stereotypen Afrikabildern verhaftet bleibt.
Die Sichtweise der Marxistischen Gruppe fällt eben noch hinter den Marxschen Blick auf Afrika zurück.

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Ann Coulter on Jews

Auszug eines Interviews mit der „konservativen Ikone“:

DEUTSCH: Christian — so we should be Christian? It would be better if we were all Christian?

COULTER: Yes.

DEUTSCH: We should all be Christian?

COULTER: Yes. Would you like to come to church with me, Donny?

DEUTSCH: So I should not be a Jew, I should be a Christian, and this would be a better place?

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