Zur Psychopathologie der Natascha Wilting

Im von Ljiljana Radonic und Renate Göllner herausgegebenen Sammelband „Mit Freud. Gesellschaftskritik und Psychoanalyse“ wurde auch der Artikel „Zur Psychopathologie des Islam“ von Natascha Wilting in abgeänderter Form und unter dem neuen Titel „Die Lust an der Unlust oder warum der Islam so attraktiv ist“ veröffentlicht.

Mit Freud
Was würde Freud über die Person, die dieses Bild auswählte sagen?

AutorInnen und Herausgeberinnen sehen sich –wohl aufgrund des Inhalts- sehr bemüht sich von der Völkerspsychologie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts abzugrenzen. So schreibt Alex Gruber im Sammelband:

„Die Psychoanalyse ist aber keine Völkerspsychologie: Sie beschäftigt sich vielmehr mit der Konstitution des Individuums; ihr Untersuchungsgegenstand sind der Einzelne und seine psychischen Instanzen in Familie und Gesellschaft.“ (S. 19)

Ganz ähnlich referiert ein Blogger eine Veranstaltung mit Ljiljana Radonic:

„Die Psychoanalyse verkommt zur Völkerpsychologie, die von Kulturen, Völkern oder anderen Kollektiven ausgeht und deren „Miteinander“ verstehen, regeln usw. soll; sie erstarrt im psychoanalytischen Jargon.“

Doch genau dies geschieht im Artikel von Natascha Wilting. Eigentlich sind ihre Behauptungen sogar noch absurder als Nationalcharaktertheorien, die denken, dass sich ein „Volk“ durch eine gemeinsame „psychische Wesensart“ (Josef Stalin) auszeichne. Wiltings Aussagen scheren nämlich nicht nur die paar Millionen Menschen, die angeblich zu einem „Volk“ oder einer Nation gehören, über einen Kamm, sondern gleich mehr als eine Milliarde Menschen, nämlich alle Muslime ohne Unterschied. So spricht sie generalisierend von „dem islamischen Mädchen“ und „dem islamischen Jungen“ und tut dabei so als ob alle Muslime exakt die gleiche Sozialisation durchlaufen würden, egal ob sie als Tochter eines Ziegenhirten in Marokko oder als Sohn eines Anwalts in den USA geboren wurden.

Diese Kollektivpsychologie wurde auch von anderen Koryphäen der (post-)antideutschen Szene übernommen. Im von Thomas von der Osten-Sacken und Christian Knoop verfassten Artikel Zur Psychopathologie des Islamisten wird nicht nur generalisierend vom „islamischen Mann“ geschrieben, sondern auch abwechselnd mit „islamistischer Mann“ und „arabischer Mann“ verwendet, so als ob das alles dasselbe wäre.

Wie wenig Natascha Wilting über „den Islam“ weiß, belegt folgendes Zitat:

„Die Pflichten der Frauen beruhen- wie im übrigen sämtliche Normen und Gesetze, die das Leben der islamischen Gemeinschaft regeln- auf den Suren des Korans, den Aussprüchen des Propheten, den Hadiths und den Gesetzestexten der Scharia.“

Es gibt aber keine vier religiösen Gesetzesquellen, sondern nur die Scharia, die kein eigener Text ist, so wie Wilting sich das vorstellt, sondern sich aus den Hadiths (was eben die überlieferten Aussprüche und Taten des Propheten sind1) und dem Koran speist.
Apropos Koran: die Ausgabe auf die sich Wilting stützt und für ihr als Beleg angeführt wird, wie „die Muslime“ denken, stammt von der Ahmadiyya-Gemeinde2 und hat eine andere Verszählung als die Koranversion, die im sunnitischen Islam der Standard ist. Deshalb sollte man sie eigentlich nicht zitieren, wie man dem Studienleitenfaden für Erstsemester des Instituts für Islamwissenschaft in Berlin entnehmen kann.
Dort erfährt man auch, wo Gerhard Scheit seine Koranausgabe gekauft hat:

Eine vor allem im Billigsegment (Buchclubs u.ä.) immer wieder aufgelegte Übersetzung von 1916, die miserabel ist und keinesfalls verwendet werden sollte.

„Die Lust and der Unlust“ strotzt nur so von abstrusen Behauptungen. Die Körperrasur von muslimischen Frauen ist ihr ein Beleg dafür, dass „der islamische Mann“ per se ein verkappter Kinderschänder ist:

„Daß die Frau oftmals weitaus jünger ist als der Mann und, bis auf das Haupthaar, gänzlich ohne Haare zu sein hat, zeigt nur einmal mehr, daß es nicht Ziel des moslemischen Gatten ist, mit einer ihm ebenbürtigen Partnerin sich ekstatisch im Spiel der Lust zu verlieren, sondern dass ihm bloß danach gelüstet, etwas, was so kindlich erscheint, wie er ist, sich einzuverleiben.“

Auch wenn es in der „westlichen Zivilisation“ (Wilting) ein Trend ist, sich die Körperhaare abzurasieren und die Frau dort häufig jünger als der Mann ist, scheint es sich dabei nicht um eine Pathologie zu handeln.

Aus folgendem Zitatvergleich leitet sie die Identität zwischen Nationalsozialismus und Islam her:

Ähnlich wie man sich hierzulande ehemals mittels einem zackig vorgetragenem: „Unsere Ehre heißt Treue!“, dem deutschen Staat andiente und sich von diesem erhoffte, daß er als Garant der eigenen Ehre auftrete, unterwerfen sich die gläubigen Moslems ganz der Willkür ihres Gottes, denn: „Wer Allah ehrt, dem wird Ehre zuteil werden.“

Es kommt doch tatsächlich in beiden Sätzen das Wort „Ehre“ vor!

Über Natascha Wiltings Hirngespinste wird hier noch mehrmals berichtet werden. In unbestimmter Zeit wird noch erscheinen:

Märchentante Natascha Wilting über das Stillen des „islamischen Jungen“ bis zum achten Lebensjahr

Völkerspsychologin Natascha Wilting über den „faulen Moslem“, der nicht arbeiten will und deshalb lieber Händler wird

Was in Wiltings Quellen wirklich steht

  1. Im schiitischen Islam auch die der Imame und von Fatima. [zurück]
  2. Dieser zahlenmäßig relativ kleinen Gruppe wurde in Pakistan der Status als Muslime abgesprochen. Dort sind ihre Anhänger auch manchmal Angriffen durch Islamisten ausgesetzt. [zurück]

51 Antworten auf “Zur Psychopathologie der Natascha Wilting”


  1. 1 עבד אל-קאדר 14. September 2008 um 21:14 Uhr

    Café Morgenland zum Thema:

    Ein Wust an Veranstaltungen überzieht das Land der Deutschen. Selbstverständlich organisiert sich das Ganze – entsprechend grundsätzlich der deutschen WG-Aufagebenteilung – nach Fach- und Sachgebieten: Frauenunterdrückung, Homophobie, Tierschlachtung, Deutschlernen, Moscheenbau, arabischer Antisemitismus, Islamfaschismus und viele andere Ismen.
    Genüsslich verbreiten sie ihre innigsten Wünsche und Projektionen im Lande. NS-Relativierungen und TäterInnen-Entlastung sind „in“. Der Anfangsrenner „arabisch/türkische/moslemischer Antisemitismus“ wurde längst durch „arabische Homophobie“ und „Frauenunterdrückung im Islam“ verdrängt (u.a., weil man mit dem Erstgenannten überhaupt kein Geschäft im Land der Deutschen hatte machen können, es gab keinen einzigen Abnehmer). So war der 11.9. nur noch das Ventil, um all das, was so sorgfältig vorbereitet worden war, auf den Markt zu bringen.

    Zum Beispiel so: „In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts sagten unsere Mütter, Großmütter oder auch Urgroßmütter sich von den Idealen wiederum ihrer Mütter los: Nicht treusorgende Ehefrau zu sein und möglichst viele Söhne für das Vaterland, oder besser: dessen Kriege zu gebären war mehr ihr eingestandenes Lebensziel; ausgestattet mit allen bürgerlichen Rechten und dem Anspruch auf privates Glück, ergriffen sie zusehends von sich Besitz und traten zunehmend auch als solche auf, die sich des eigenen Körpers, der eigenen Schönheit sehr wohl bewußt waren und sich daher auch nicht scheuten andere an dem Vergnügen teilhaben zu lassen, das ihnen der eigene Anblick bot. Heimlich aber entschlossen griff manche Frau daher zur Nähmaschine, um die – das Knie sittsam bedeckenden – Röcke immer weiter zu kürzen. „Mein Gott, was siehst Du billig aus. Was sollen bloß die Nachbarn denken?“, fragten zwar pikiert die Älteren und suchten die Jüngeren in weitaus „anständigere“ Kleidung zu zwingen. Jedoch ohne Erfolg: In den 60er-Jahren hatte sich der Minirock, das kleine Schwarze und andere die körperlichen Reize unterstreichende Kleidungsstücke endgültig durchgesetzt.“ (Kleiderordnung im Kiez, Natascha Wilting, Ba-Hamas-Demo in Kreuzberg, 17.10.2004)
    Zum geeigneten Anlass wurden in dieser – „historischen“ will man sagen – antideutschen Rede den Frauenemanzipatorischen Meriten jener Epoche couragiert und allochton – soll heißen: außerhalb des störungsfrei und geborgenen Schosses des Stammtisches oder des Elternhauses – Ausdruck verliehen. Man kann die Signifikanz und die Reichweite der in dieser kurzen Passage verlautbarten Botschaft kaum übertreiben. Nicht mal der Grundschulmathematik bräuchte man sich zu bedienen, um mit einer absoluten Sicherheit in jenem Zeitraum zu landen, dem eben diese „unsere Mütter, Großmütter oder auch Urgrossmütter“ der 50er Jahre zuzuordnen sind.

  2. 2 scheckkartenpunk 15. September 2008 um 11:37 Uhr

    „Die Pflichten der Frauen beruhen- wie im übrigen sämtliche Normen und Gesetze, die das Leben der islamischen Gemeinschaft regeln- auf den Suren des Korans, den Aussprüchen des Propheten, den Hadiths und den Gesetzestexten der Scharia.“

    Es gibt aber keine vier religiösen Gesetzesquellen, sondern nur die Scharia, die kein eigener Text ist, so wie Wilting sich das vorstellt, sondern sich aus den Hadiths (was eben die überlieferten Aussprüche und Taten des Propheten sind) und dem Koran speist.

    Das schreibt sie ja so auch gar nicht. Sie spricht nicht von 4 Gesetzesquellen sondern von 3 Quellen aus denen sich Normen und Gesetze (wie auch die Pflichten der Frauen) speisen: den Suren des Koran, den Hadiths (Aussprüche des Propheten – da stellt sie das ja nur als erklärende Ergänzung hinten an) und des Gesetzestexten der Scharia. Womit sie das selbe aussagt wie du. Dieser Lesefehler deinerseits, der dann hier extra von dir ausgeführt wird, irritiert etwas, da der Rest des Artikels durchaus das an Kritik bringt, was die Wilting verdient hat.

  3. 3 lahmacun aka Laura 15. September 2008 um 12:12 Uhr

    was du dir antust!

    Völkerspschologin Natascha Wilting über den „faulen Araber“, der nicht arbeiten will und deshalb lieber Händler wird

    diese händler immer, schlimm. scheint was „semitisches“ zu sein, wa?

  4. 4 andreas 15. September 2008 um 13:30 Uhr

    wenn im „ca ira“ verlag etwas herauskommt und dann auch noch osten-sack, radonic, göllner, gruber, wilting &co unter den verfassern sind (wie gut der deutsch-österreichische doppelpass hier funktioniert), muss man eigentlich schon wissen, worauf man sich gefasst machen muss. trotzdem danke dafür, dort „hineingerochen“ zu haben und sich mit dem schwachsinn auseinandergesetzt zu haben. sonst bleibt das eine oder andere noch unwidersprochen stehen. übrigens, ich bin mir ziemlich sicher, dass grigat das buch seiner kumpels seinen studenten ans herz legen wird.

  5. 5 עבד אל-קאדר 15. September 2008 um 21:25 Uhr


    Es gibt aber keine vier religiösen Gesetzesquellen, sondern nur die Scharia, die kein eigener Text ist, so wie Wilting sich das vorstellt, sondern sich aus den Hadiths (was eben die überlieferten Aussprüche und Taten des Propheten sind) und dem Koran speist.

    Das schreibt sie ja so auch gar nicht. Sie spricht nicht von 4 Gesetzesquellen sondern von 3 Quellen aus denen sich Normen und Gesetze (wie auch die Pflichten der Frauen) speisen: den Suren des Koran, den Hadiths (Aussprüche des Propheten – da stellt sie das ja nur als erklärende Ergänzung hinten an) und des Gesetzestexten der Scharia. Womit sie das selbe aussagt wie du. Dieser Lesefehler deinerseits, der dann hier extra von dir ausgeführt wird, irritiert etwas, da der Rest des Artikels durchaus das an Kritik bringt, was die Wilting verdient hat.

    Ich gebe dir recht, dass man „den Aussprüchen des Propheten“ auch als erklärende Ergänzung interpretieren kann, wobei ich es als Teil einer Aufzählung gelesen habe. Die Sache ist nicht eindeutig.
    Auch wenn ich mich in diesem Punkt geirrt habe, bleiben immer noch drei Quellen und das ist eben nicht das, was ich auch sage. Sie schreibt nämlich von „den Gesetzestexten der Scharia“, so als ob die in einer eigenen Buchform existieren würden. Allein mit dieser Aussage diskreditiert sich die selbst ernannte Islamspezialistin, weil wirklich jeder Erstsemester der Islamwissenschaft weiß, auch wenn er sonst nichts weiß, dass die Scharia kein Buch ist.

  6. 6 phex 15. September 2008 um 23:41 Uhr

    „Völkerspschologin Natascha Wilting über den „faulen Araber“, der nicht arbeiten will und deshalb lieber Händler wird“

    da bin ich aber gepsannt drauf…

  7. 7 lysis 16. September 2008 um 0:26 Uhr

    Die Pflichten der Frauen beruhen — wie im übrigen sämtliche Normen und Gesetze, die das Leben der islamischen Gemeinschaft regeln — auf den Suren des Korans, den Aussprüchen des Propheten, den Hadiths und den Gesetzestexten der Scharia.

    1. Wenn es sich bei „Hadiths“ (komisch, hier den englischen Plural zu verwenden!) um eine Apposition, d.h. um eine den vorgehenenden Ausdruck näher bestimmende Nachstellung handeln würde, müsste danach ein Komma stehen. So ist es grammatikalisch ganz klar als Aufzählung zu identifizieren. Man hat also die Wahl: entweder kann Natascha Wilting kein Deutsch oder sie weiß nicht, dass „Hadithen“ und „Ausprüche des Propheten“ ein und dieselbe Sache sind.

    2. Die Schari‘a ist kein Gesetzestext, d.h. ein paragraphierter Kodex, sondern das, was man im Englischen als „Common Law“ bezeichnen würde: Sie ist Richterrecht, das auf einem tausendjährigen Konsens der Gelehrten beruht, wobei der Inhalt dieses Konsenses, je nach betrachteter Schule, ganz erheblich variieren kann.

    Länder wie Pakistan und Iran haben dieses „Common Law“ in den 70er Jahren, als sie das Schari‘a-Strafrecht wieder einführten, zwar tatsächlich zu staatlichen Kodizes umgewandelt — den so genannten huduud-Gesetzen. Das ist aber eine hypermoderne Erscheinung, die nicht älter als 30 Jahre ist. Saudiarabien hat im Gegensatz dazu bis heute kein Strafgesetzbuch und keine Strafprozessordnung. Das Strafrecht ist dort nach wie vor „Common Law“, d.h. reines Gelehrtenrecht, auf das der Staat keinen Einfluss über Gesetze nimmt.

    3. Schließlich, und da wird es richtig komisch, betrachet Wilting die Schari‘a als eine Rechtsquelle neben Koran und Hadithen. Das ist natürlich der größte Unsinn, den man überhaupt verzapfen kann: Koran und Sunna (d.h. die vorbildliche Handlungsweise des Propheten, wie sie in den gesunden, keineswegs in allen Hadithen überliefert ist) sind zwei der vier Rechtsquellen der Schari‘a und stehen nicht gleichberechtigt neben ihr. Die anderen beiden Rechtsquellen sind übrigens Idschma (Konsens der Rechtsgelehrten) und Qiyas (Analogieschluss).

    Das ist keine nervige Besserwisserei, sondern es zeigt sehr deutlich, dass Natascha Wilting überhaupt nicht weiß, wovon sie spricht. Ganz offensichtlich hat Wilting bisher noch kein einziges wissenschaftliches Buch über den Islam in der Hand gehalten.

  8. 8 lysis 16. September 2008 um 0:47 Uhr

    Kleine Korrektur: Iran hat sein huduud-Gesetz erst 1982 erlassen, Pakistan bereits 1979 und Libyen zwischen 1972 und 1974.

  9. 9 lysis 16. September 2008 um 0:58 Uhr

    PPS: Wer sich über Theorie und historische Praxis des islamischen Strafrechts (sowie seine Wiedereinführung in Libyen, Pakistan, Iran, Sudan und Nordnigeria von den 1970er Jahren bis heute) informieren will, findet hier eine umfassende wissenschaftliche Darstellung, die so gut wie keine Fragen offen lässt.

    Auch als Kritiker sollte man wissen, was man eigentlich kritisiert und sich sein Objekt nicht, wie die Märchentante Natascha Wilting, einfach aus den Fingern saugen.

  10. 10 scheckkartenpunk 16. September 2008 um 1:06 Uhr

    Schließlich, und da wird es richtig komisch, betrachet Wilting die Schari’a als eine Rechtsquelle neben Koran und Hadithen.

    nein, das tut sie eben nicht – neben gesetzen spricht sie ja auch normen an. also spricht so die beiden auch als normenquelle an. was aber an sich nichts zur sache tut. da gibt es doch ganz andere punkte der kritik.

    ich würde ihr trotzdem falsche grammatik unterstellen, da ein komma vor dem „und“ irritierend ist. weil halt eben beides hintereinander aufgeführt ist und das eine nunmal das andere ausdrückt.

    was studieren denn die gelehrten bei der scharia wenn nicht texte? also wie ist das richterrecht für die überlieferung denn dokumentiert?

  11. 11 lysis 16. September 2008 um 2:20 Uhr

    1. Die Schari‘a ist eine Sammlung von Normen. Sie umfasst alle Regeln des Islam, keineswegs nur das, was du als „Gesetze“ begreifst, sondern auch religiöse Pflichten und Empfehlungen, die keinerlei straf- oder zivilrechtlichen Folgen haben.

    2. Man findet die Schari‘a in den Schriften und Sammlungen von Gelehrten wie z.B. dieser hier von Ali Al-Sistani (Irak). Dass es sich um keine Gesetzestexte handelt, siehst du schon daran, dass beispielsweise im schiitischen Islam jeder Großayatollah sein eigenes Regelwerk (resalah) veröffentlicht. Und du bist frei, dir den Ayatollah auszusuchen, dessen Lehren du selbst folgen willst.

    Welches Recht gesprochen wurde, hing nicht von irgendwelchen Strafgesetzen ab, die es nicht gab, sondern davon, welcher Rechtsauffassung der angerufene Kadi folgte. Wobei der Kadi streng genommen auch kein Urteil fällte, sondern ein Rechtsgutachten abgab, an das sich die Beteiligten (sofern es sich um zivilrechtliche Fragen handelte) halten konnten oder auch nicht. Ähnlich hing im Bereich des Strafrechts die Vollstreckung des Kadi-Spruchs letztinstanzlich von der Billigung des Staates ab. So weigerte sich beispielsweise das Osmanische Reich, Kriminalgutachten zu vollstrecken, die auf einer anderen Basis gefällt wurden als der von ihm adoptierten hanafitischen Schule. Usw. usf.

  12. 12 lysis 16. September 2008 um 3:10 Uhr

    PS: Das mit den fehlenden Strafgesetzen muss man allerdings ein bisschen einschränken. Im Osmanischen Reich gab es durchaus Strafgesetze, aber nur im Bereich der ta‘zir- oder sog. Ermessensstrafen. In das divine Recht der huduud (bei dem die Strafe als von Gott selbst festgelegt galt) griff der Staat nur insoweit ein, als er die Rechtsschule festlegte, nach der er bereit war, ein Rechtsgutachten zu vollstrecken. Außerdem richtete er ein Petitionsgericht ein, an das man sich wenden konnte, wenn man die Rechtmäßigkeit eines Kadi-Urteils anzweifelte.

    Des weiteren nahm der Staat auch die so genannte siyasa-Justiz für sich in Anspruch. Diese ermöglichte es ihm, einen Täter auch dann zu bestrafen, wenn er von einem Schari‘a-Gericht aus formalrechtlichen Gründen freigesprochen worden war. Das passierte regelmäßig, weil das Beweisrecht der Schari‘a extrem spitzfindig ist und eine Verurteilung außerordentlich schwierig macht. So schildert Rudolph Peters den Fall eines Kadis, der eine Bande von Straßenräubern freisprach, obwohl diese ein volles Geständnis abgelegt hatten. Das Problem für den Richter: sie hatten nicht den richtigen, von der Schari‘a vorgesehen Terminus für ihre Tat benutzt, weshalb ihr Geständnis aus seiner Sicht null und nichtig war. Der Fall wurde an den Staat weitergeleitet und dieser intervenierte, indem er die Gruppe trotz des Freispruchs siyasatan (zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung) hinrichten ließ.

  13. 13 lysis 16. September 2008 um 3:54 Uhr

    PPS: Ich kann wirklich empfehlen, sich mal die Seite von Al-Sistani anzugucken, weil man dort mitbekommt, was Schari‘a eigentlich heißt, nämlich extrem detailversessene „Rechts“-Gutachten über die absurdesten Dinge des Lebens, z.B. darüber, ob Moskitokot oder ein schwitzendes Kamel rituell unrein sind und eine Waschung vor dem nächsten Gebet erforderlich machen.

  14. 14 Entdinglichung 16. September 2008 um 15:37 Uhr

    mensch kann an Agnoli, Brendel, Pannekoek oder Mattick einiges kritisieren … aber dass ihre Schriften zur Querfinanzierung der Ergüsse von Natascha Wilting & Co. verwendet werden haben sie doch wirklich nicht verdient … ;-(

  15. 15 עבד אל-קאדר 16. September 2008 um 17:53 Uhr

    „Völkerspschologin Natascha Wilting über den „faulen Araber“, der nicht arbeiten will und deshalb lieber Händler wird“

    da bin ich aber gepsannt drauf…

    Freut mich, dass dir meine Einträge gefallen.

  16. 16 Serdar 24. September 2008 um 13:37 Uhr

    Übrigens kann man hier das Buch von Rudolph Peters „Crime and Punishment in Islamic Law“ hier downloaden:

    http://revelation-online.blogspot.com/2008/03/crime-and-punishment-in-islamic-law.html

  17. 17 Horst 29. September 2008 um 18:21 Uhr

    Ihr seit ja alle richtige Akademiker, die alles ganz genau lesen und vieles viel besser und genauer wissen! Aber warum bemerkt ihr eigentlich nicht, dass Wilting von „islamischen Männern“ und „islamischen Frauen“ spricht, also nicht von Rassen, sondern von Personen, die religiös sind. Und natürlich verbindet und bestimmt die etwas: nämlich ihre Religion. Wo ist der Rassismus? Die Personen sind doch Kinder ihrer Religion und nicht ihres Blutes. Und dass die gegenwärtige historische Gestalt des Islams eine hässliche, verachtenswerte Ideologie ist, werdet ihr doch einsehen. Und Wilting würde sich freuen, wenn die Menschen sich von dieser sie unmenschlichen Ideologie frei machen. Insofern ist sie nicht rassistisch gegen islamische Personen, sondern insistiert auf Befreiung dieser Personen vom Islam.

  18. 18 Serdar 29. September 2008 um 23:12 Uhr

    Wenn man statt „islamischen“ „jüdischen“ einsetzen würde, käme auch keiner auf die Idee Antisemitismus zu schreien. Deswegen ließt man soviele Analysen über den „jüdischen“ Charakter in der antideutschen Presse. Schließlich ist das ja auch kein Rasse.

  19. 19 Horst 29. September 2008 um 23:43 Uhr

    Der Unterschied ist freilich, dass „Jude“ historisch sowohl für Rasse als auch für eine Religionszugehörigkeit gebraucht wurde (was auch an mit der Gesetzgebung im Judentum selbst zusammen hängt), während der Islam als Missionsreligion Araber, Perser, Deutsche, Amerikaner etc. fasst. Ähnlich wie im Christentum. Jeder kann mitmachen, jeder kann darauf verfallen.
    Im Übrigen wünsche ich auch Juden, dass sie sich von ihrer Religion befreien (auch wenn das Judentum gegen die derzeitige Tendenzen im Islam ausgesprochen human ausnimmt).
    Dass viele immer glauben machen wollen, dass die Antideutschen Rassisten sind, ist einfach völliger Quatsch und ist meines Erachtens auf eine zu große Dosis Respekt vor Kultur und Religion zurückzuführen. Auf so was scheißen die Antideutschen, wenn es um die Freiheit des Einzelnen geht. Kritisiert wird nicht irgend eine Rasse oder Herkunft, sondern der gegenwärtige Islam und der Islamismus als dessen politisierte Fassung. Und kritisiert werden die Relgionsangehörigen. Die freilich können sich von ihrer Relgion befreien.

  20. 20 andreas 30. September 2008 um 0:47 Uhr

    von rassismus ist in der kritik des buches eigentlich gar nicht die rede. sondern davon dass „den moslems“ pauschal und a priori verschiedenes (sehr negatives) zugeschrieben wird. solch generalisierende zuschreibungen als gutgemeinte aufforderung zu interpretieren, betreffende mögen sich doch von ihrem irrweg abwenden und dies sei eigentlich zu deren besten, ist auch eine möglichkeit, ja. (die forderung des zentralorgans der „anti“deutschen nach der bombardierung moslemischer metropolen war wohl auch ein insistieren auf befreiung dieser menschen.) erinnert (u. a.) an jene islamisten, die auch so genau wissen, was für andere gut ist und die beteuern, eigentlich das wohl eines bestimmten kollektivs auf ihrer agenda zu haben. daneben gibt es genug belege für rassismus in diesen kreisen. zu glauben, die „anti“deutschen stünden für die „freiheit des einzelnen“, so dumm kannst eigentlich nichtmal du sein, horst.

  21. 21 Serdar 30. September 2008 um 8:25 Uhr

    @Deutscher Horst
    Ach Judentum steht auch für Rasse? Also dann waren die völkerpsychologischen Arbeiten über die „jüdischen Charakter“ gar nicht falsch. Wilting wäre wohl damals sehr weit gekommen in ihrem Beruf.

    Seit wann ist es für Rassisten wichtig, was Juden sind oder tun? Glaubst du die Antisemiten liegen deswegen falsch, weil ihre Ansichten über Juden falsch sind? Seit wann hat der Antisemitismus oder Rassimus mit richtigen Juden zu tun?

    Die Islamkritik vieler Antideutschen ist eine Art ehrbare Islamophobie, um mal ein bekanntes Zitat abzuwandeln.

    Einen „islamischen Mann“ gibt es nicht, aber anscheinend sind alle Horst dieser Republik gleich, ob sie nun Mahler oder Pankow heißen.

  22. 22 Horst 30. September 2008 um 11:42 Uhr

    @ Sedar (bzgl. deinem ersten Abschnitt)
    Lern bitte lesen! Ich habe geschrieben, dass „Jude“ als Rassebezeichnung gebraucht wurde. Wo steht da bitte, dass ich dem zustimme. Oder willst du den Übermittler von Fakten für die Fakten verantwortlich machen?
    So falsch ist Islamophobie heutzutage gar nicht, wo diese Religion/Ideologie hunderte Millionen Menschen unterdrückt.

    @ andreas
    Ja ich glaube wirklich zu wissen, was für andere gut ist. Selbstmordattentate z.B. sind äußerst ungesund. Der Schleier bedeutet Reduzierung der Frau auf die Funktion als Besitz ihres (zukünftigen) Ehemanns. Der Koran ist nur ein Buch, und darf als solches nur relative Bedeutung haben. Ich behaupte felsenfest, dass der Islamismus der Freiheit seiner Träger wie Feinde im Weg steht. Dass du den Tatbestand, dass ich einen Wahrheitsanspruch habe, dafür benutzt, mir Ähnlichkeit mit Islamisten nachzuweisen, ist etwas arg dünn.

  23. 23 andreas 30. September 2008 um 13:06 Uhr

    du gehst nur auf das ein, was dir in den kram passt (bzw du eine antwort weisst) und wirfst neues auf. hat keinen sinn, ich habe keine lust, dir jedesmal aufs neue fehler in der argumentation nachzuweisen. ist einfacher, wenn du in einen blog gehst, wo „ihr“ unter euch seid.

  24. 24 bigmouth 30. September 2008 um 13:25 Uhr

    So falsch ist Islamophobie heutzutage gar nicht

    wann schändest du denn gräber?

  25. 25 עבד אל-קאדר 30. September 2008 um 18:56 Uhr

    Der Unterschied ist freilich, dass „Jude“ historisch sowohl für Rasse als auch für eine Religionszugehörigkeit gebraucht wurde (was auch an mit der Gesetzgebung im Judentum selbst zusammen hängt)

    Damit behauptest du, dass Antisemiten Juden deshalb als „Rasse“ auffassen, weil im Judentum das Jüdischsein über die Mutterlinie definiert wird. Antisemitismus hat nichts damit zu tun, wie Juden wirklich sind (eine Banalität). Was du schreibst geht selbst in Richtung Antisemitismus: Juden rufen mit ihrem Verhalten/ ihren Gebräuchen den Antisemitismus hervor.

    während der Islam als Missionsreligion Araber, Perser, Deutsche, Amerikaner etc. fasst. Ähnlich wie im Christentum. Jeder kann mitmachen, jeder kann darauf verfallen.

    Hier verwechselst du wieder die Ebenen. Das Bild des Islams oder des Judentums in der rassistischen bzw. antisemitischen Ideologie und wie der Islam oder das Judentum wirklich ist.

    Im übrigen gibt’s auch eine Rassifizierung des Islams.
    Wenn du dir die Website der „Antiislamisten“ mal ansiehst.
    hxxp://www.antiislamisten.de/html/ethnien.html

    Unter „Ethnien des Islam“ werden da unter anderem Wahabiten, Aleviten, Yeziden und Bahai aufgezählt. Das ist total absurd, letztere beiden sind noch nicht mal Muslime, aber rassistische Ideologien sind eben meist nicht nach Gesetzen der Logik aufgebaut.

    Im Übrigen wünsche ich auch Juden, dass sie sich von ihrer Religion befreien

    Ich nicht.

    Dass viele immer glauben machen wollen, dass die Antideutschen Rassisten sind, ist einfach völliger Quatsch und ist meines Erachtens auf eine zu große Dosis Respekt vor Kultur und Religion zurückzuführen.

    Ach bitte, dafür gibt es x Beispiele. Post-Antideutsche haben weder eine Kritik an Kultur, schon gar nicht an Rassismus, sondern sind selbst nur umgedrehte Kulturrelativisten.

  26. 26 עבד אל-קאדר 30. September 2008 um 19:21 Uhr

    Ihr seit ja alle richtige Akademiker, die alles ganz genau lesen und vieles viel besser und genauer wissen!

    Das hast du gut erkannt.

    Aber warum bemerkt ihr eigentlich nicht, dass Wilting von “islamischen Männern” und “islamischen Frauen” spricht, also nicht von Rassen, sondern von Personen, die religiös sind.

    Das erzählen Post-Antideutsche schon seit Jahren. Das ist ein Legitimationsargument für die eigenen Abstrusitäten und eine Immunisierungsstrategie gegen Rassismsusvorwürfe.
    Die Antideutschen Kommunisten schrieben mal in Verteidigung der Bahamas:

    Während der Veranstaltung habe sich die Bahamas „Verallgemeinerungen, wie ‚Südländer‘ = ‚Türke‘ = […] ‚Moslem‘ = ‚Fanatiker‘ [..] ‚Mord‘“ bedient, die Gruppe wird damit auf die gleich Stufe wie „BILD“ gestellt. Dieser Vorwurf ist schlicht und ergreifend falsch. Rassistisch sind solche Verallgemeinerungen nur, wenn man glaubt es gäbe so etwas wie Ethnien überhaupt wirklich. Die Bahamas ist davon aber weit entfernt. Wenn die Zeitung Deutsche, Kosovoalbaner oder Palästinenser beschimpft, dann ist dies nicht mehr als eine Aufforderung, mit dem Deutsch-Sein, Palästinensch-Sein endlich zu brechen. Niemand zwingt die Deutschen und die Palästinenser, sich als solche zu fühlen oder als solche zu handeln. Wenn sie es trotzdem tun sind sie zu kritisieren. Grundsätzlich geht es der Bahamas um eine Kritik an den Deutschen und wenn sie die autoritäre palästinensische Nationalbewegung kritisieren, dann hauptsächlich um ihre deutschen Unterstützer von ganz links bis ganz rechts zu denunzieren.
    Auch wenn es Ethnien positiv nicht gibt, so kann sich doch ein ethnisches Kollektiv negativ über die Verfolgung von Fremden bilden.

    Das Argument geht dabei folgendermaßen:
    Wir argumentieren nicht mit Rasse. Ergo: können wir auch keine Rassisten sein. Wir hassen alle Araber doch nur deshalb, weil sie sich als Araber definieren.

    Dass es einen Rassismus ohne Rassen gibt, der mit „Kultur“, „Mentalität“ oder auch Religion argumentiert wußte schon der alte Adorno (und der kann sich ja nicht irren, oder?):

    „Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch.“

    Theodor W. Adorno: Schuld und Abwehr. Gesammelte Schriften Band 9/2, Frankfurt 1975

    Der Punkt ist, dass Wilting lauter Erfindungen über Muslime verbreitet (muslimische Männer werden bis zum achten Lebensjahr gestillt), die total irrational sind.
    Der Rassismus von Wilting tritt doch sehr deutlich zu Tage:

    Weist man darauf hin, daß diesen in Herden auftretenden und ganze Straßen besetzenden möchtegern Streetgangstern, deren Körpersprache und -ausdruck – die Hände in den Taschen, die Eier locker geschaukelt, zurückgegelte Haare, bemüht starrer Gesichtsausdruck, enge Shirts, um das achso maskuline Aussehen zu betonen – schon nichts gutes vermuten lassen, doch wohl Einhalt geboten werden müsse, setzt man sich dem Verdacht aus, ein schnöder deutscher Rassist zu sein, denn bei den Beschriebenen handelt es sich zumeist um die Sprößlinge migrantischer Familien islamischen Glaubens.
    hxxp://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/10-7-04-Beitraege.htm#r6

    Wie wird das gerechtfertigt? Ich ekle mich vor migrantischen Jugendlichen weil sie sich als migrantische Jugendliche definieren, wozu sie sich jeden Tag neu entscheiden?

    Man beachte auch die Ethnisierung in obigem Zitat. Auch das ist kein Einzefall bei Post-Antideutschen. So können auch Queer for Israel und
    Jan Huiskens Muslime an ihrer Physiognomie erkennen:

    Nun lässt die Beschreibung „mediterran“ offen, welcher Herkunft die Täter waren (grundsätzlich hat die Antifa in Köln also richtig gehandelt als sie die Tat ohne jede weitere Täterzuordnung „rassistisch“ nannte), dass es sich jedoch um Moslems gehandelt haben könnte, ist aufgrund des manifesten antischwarzen Rassismus unter türkischen und arabischen Jugendlichen zumindest möglich.

    Dass es sich um Moslems handelt, könnte immer der Fall sein, egal welches Aussehen, auch groß, blond und blauäugig.

  27. 27 Serdar 30. September 2008 um 20:15 Uhr

    @Horst
    Nun ja Palästinenser sehen das wie du, für sie sind es Siedlerdeppen, die mit ihrem Judentum alles rechtfertigen. So gesehen ist auch Antisemitismus nicht schlecht. Ich kann ja jetzt dem pali Bauern schlecht was vorschreiben, wo ich doch in meinem warmen Zimmer sitze und mir den Bauch vollschlage.

    Wenn du soviel Differenzierungsvermögen aufbringst zu sagen, das du das Selbstbild der Juden als „Rasse“ nicht teilst (das ist übrigens auch falsch, sie bezeichnen sich als Volk), dann kannst du auch sehen, das es sowas wie einen „islamischen Mann“ nicht gibt, schließlich gibt es viele Muslime mit unterschiedlicher Herkunft und Klassenzugehörigkeit.

    Ach ja Abdelkader hats ja angesprochen, Wilting ist sich nicht zu Schade zu Lügen und zu Erfinden, von wegen Stillen bis zum achten Lebensjahr. Andere fälschen Torah-Zitate und sie erfindet. Na das nenne ich Verpflichtung!

  28. 28 עבד אל-קאדר 30. September 2008 um 20:54 Uhr

    Die Islamkritik vieler Antideutschen ist eine Art ehrbare Islamophobie, um mal ein bekanntes Zitat abzuwandeln.

    Furchtbare Rechtsextremisten, Ehrbare Islamkritiker ;)

  29. 29 Horst 01. Oktober 2008 um 17:05 Uhr

    „dann kannst du auch sehen, das es sowas wie einen “islamischen Mann” nicht gibt, schließlich gibt es viele Muslime mit unterschiedlicher Herkunft und Klassenzugehörigkeit.“ Und mit unterschiedlichen Neigungen, Interessen, Talenten, etc.

    Meine Rede.
    Aber wissen das auch die islamischen Männer? Es sind doch nicht die Antideutschen, die ein islamisches Kollektiv herbeihalluzinieren, sondern es sind die Muslime, die sich weltweit unter der Ägide der islamistischen Ideologie zusammenschließen. Es geht darum, diese Ideologie anzugreifen, nicht die Menschen.

  30. 30 Serdar 01. Oktober 2008 um 23:43 Uhr

    @Horst
    Nö das muss nur Wiltung wissen. Das islamische Kollektiv, das sich Muslime herbeihalluzinieren ist im Vergleich zum Kollektivdenken der Juden viel schwächer. Aber eine richtige Kritik daran hab ich bei Antideutschen noch nie gesehen.

    Komisch ich dachte immer die Antideutschen sind Ideologiekritiker? Also im Enttarnen von falschem Bewußtsein? Das ihr Argument darin besteht, das nachzuplappern, was Muslime angeblich behaupten passt so garn nicht in das hyperkritischer Raunen, das sie sonst an den Tag legen.

    Es gibt wahrscheinlich mehr Italiener, die sich unter der Cosa Nostra zusammenfinden als Muslime unter der „islamistischen Ägide“. Soll ich jetzt deswegen ein allgemeines Profil des „Sizilianischen Mannes“ davon ableiten?

    Weiterhin ist es entlarfend, von islamistischer Ägide zu sprechen und dann vom „islamischen Mann“ zu reden, wo außnahmslos jeder Muslim damit gemeint ist. Wenn man nicht mal analytisch zwischen Islam und Islamismus trennen kann, dann behaupte ich mal, das das Vorsatz ist. Und dahinter ein Ressentiment gegenüber Muslimen steckt. Die Antideutschen sind sich ja nicht zu blöd noch hinter jeder kryptischen Äußerungen Antisemitismus zu vermuten. Tja der Rassismusvorwurf ihnen gegenüber ist ihre eigene Medizin, die sie schmecken müssen.

  31. 31 21652136321 02. Oktober 2008 um 14:37 Uhr

    „Rassismus ohne Rassen“ ist schon von der Logik her Quatsch. Sehr schön heißt es in der Diskussion zum entsprechenden Wikipadia-Artikel:

    „Kein Mensch versteht so einen Quatsch wie „Sexismus ohne Sex“ (ohne Weiber die einen ärgern), „Denken ohne Hirn“, oder „Akkorde ohne Töne“. Das ist nur pure Begriffsschöpfung ex nihilo einiger Leute.“

  32. 32 Serdar 02. Oktober 2008 um 17:43 Uhr

    Das würde ja heißes es gibt nur dort Antisemitismus, wo es Juden gibt?
    Und was den Rassismus ohne Rassen betrifft. Heißt das es kann nur Rassismus geben, wenn es Rassen gibt? Ja dann bräuchten wir ja nicht mehr gegen Rassismus kämpfen, dann hätten die ja alle Recht (denn das behaupten sie nämlich) und wir müssen uns nur noch darauf verständigen, welche Rasse höher und niederer einzuschätzen ist.

  33. 33 bigmouth 03. Oktober 2008 um 12:09 Uhr

    Heißt das es kann nur Rassismus geben, wenn es Rassen gibt?

    das ist doch jetzt nur noch polemik

  34. 34 Serdar 03. Oktober 2008 um 17:36 Uhr

    @bigmouth
    Spielverderber

  35. 35 עבד אל-קאדר 11. Oktober 2008 um 11:27 Uhr

    “Kein Mensch versteht so einen Quatsch wie “Sexismus ohne Sex” (ohne Weiber die einen ärgern)

    Den dazugehörigen Artikel (aus CEE IEH ;) ) hatte ich hier schon mal verlinkt.

  36. 36 עבד אל-קאדר 11. Oktober 2008 um 11:33 Uhr

    Meine Rede.
    Aber wissen das auch die islamischen Männer?

    Du gestehst -ganz großzügig- den „islamischen Männern“ zu Individuen zu sein, fragst dich aber, ob sie das selbst auch wüssten, weil…
    sie doch keine Individuen sind?
    Mit Logik hast du es wohl nicht so.

    Es sind doch nicht die Antideutschen, die ein islamisches Kollektiv herbeihalluzinieren, sondern es sind die Muslime, die sich weltweit unter der Ägide der islamistischen Ideologie zusammenschließen. Es geht darum, diese Ideologie anzugreifen, nicht die Menschen.

    Selbst wenn du jeden Satz des Artikels von Wilting unterschreibst, müsstest du zugestehen, dass es dort nicht um Ideologiekritik geht, sondern um das „Seelenleben des Moslemmanns“. Auch dann, wenn die alle gleich wären, woher weiß Wilting was sie insgeheim denken?

  37. 37 lahmacun aka Laura 11. Oktober 2008 um 12:42 Uhr

    “Kein Mensch versteht so einen Quatsch wie “Sexismus ohne Sex” (ohne Weiber die einen ärgern)

    kein mensch versteht antisemitismus ohne „semiten“ (juden, die einen ärgern)?

    kein mensch versteht rassismus ohne „rassen“ („neger“, die einen ärgern)?

    ALLES KLAR!

  38. 38 Keren 12. Februar 2009 um 13:43 Uhr

    „Im Übrigen wünsche ich auch Juden, dass sie sich von ihrer Religion befreien

    Ich nicht.“

    Warum nicht? Findest du es gut, dass manche (viele?) Juden religiös sind?

  39. 39 עבד אל-קאדר 15. Februar 2009 um 18:47 Uhr

    Warum nicht? Findest du es gut, dass manche (viele?) Juden religiös sind?

    1. Das Judentum ist eine Religion und deren Anhänger sind logischerweise immer religiös.

    2. Ich betrachte Juden aufgrund ihrer Religiosität nicht per se als arme und unglückliche Individuen, die sich „von ihrer Religion“ erst befreien müssten (oder von Missionaren bekehrt).

  40. 40 Keren 16. Februar 2009 um 7:28 Uhr

    „Das Judentum ist eine Religion und deren Anhänger sind logischerweise immer religiös.“

    Ähem, sorry, das ist aber lediglich deine eigene Definition. Das Judentum sieht sich selbst nicht nur als Religionsgemeinschaft, sondern auch als „Volk“ (was – um allfälligen Missverständnissen vorzubeugen – NICHTS mit der NS-Rassenideologie zu tun hat). Ist ein Atheist mit jüdischer Mutter für dich etwa kein Jude?

  41. 41 Atheist 16. Februar 2009 um 9:24 Uhr

    „Ist ein Atheist mit jüdischer Mutter für dich etwa kein Jude? “
    Wie der sich selber definiert, interessiert dich wohl nicht so sehr, wenn es dir um den Volksbegriff geht. Das sah das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre übrigens auch so.

  42. 42 Keren 16. Februar 2009 um 15:04 Uhr

    „Wie der sich selber definiert, interessiert dich wohl nicht so sehr, wenn es dir um den Volksbegriff geht.“

    Ich habe nach „Abdel Kaders“ Meinung gefragt, weil sie mich persönlich interessiert – für das Judentum hat sie natürlich keine Relevanz.

    „Das sah das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre übrigens auch so.“

    Das hat aber nichts mit der jüdischen Definition des „Judeseins“ zu tun.

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