Archiv für Oktober 2008

‚Pomoz Bog‘ sagt Strache

Hieß es 1914 noch „Serbien muss sterbien“, so versuchte die FPÖ in den jüngsten Wahlen explizit serbische Stimmen für sich zu gewinnen:

Die Serben sind die größte Gruppe unter den Migranten in Österreich. Die FPÖ versucht seit längerem, dort Sympathisanten anzuwerben. Denn, so der blaue Lockruf: Es gehe darum, gemeinsam das christliche Abendland gegen die moslemische Bedrohung zu verteidigen.
„Outlaws“ unter sich: Der serbophile HC Strache

So ließ sich Strache auf Wahlplakaten mit dem serbischen Gebetsband Brojanica ablichten:
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Die Anbiederung läuft vor allem über die“Kosovofrage“:

Als heimatbewusstem Österreicher ist es mir ein besonderes Anliegen, für das Recht anderer Völker einzutreten“, begann Strache seine Rede, die oft von frenetischem Applaus unterbrochen wurde. Die Unabhängigkeit des Kosovo sei ein Völkerrechtsbruch. Die EU habe dabei als „eine Marionette der USA mitgemacht“.

Strache verglich den Kosovo mit Südtirol, die Italiener mit den Albanern. Nur der Freiheitskampf der Südtiroler habe verhindert, dass Italien Südtirol endgültig an sich gerissen habe. Den Kosovo-Serben habe man letztlich ihre Heimat entrissen. Man wolle den Stolz eines Volkes brechen, sagte Strache, und rief die Patrioten aller europäischen Völker auf, sich zu vereinigen.
Strache traf in Belgrad mit dem national-konservativen Minister für Infrastruktur, Velimir Ilic, und dem Chef der ultranationalistischen Serbischen Radikalen Partei (SRS), Tomislav Nikolic zusammen. „Serbien verdient unsere Solidarität“, sagte Strache zum Standard. Er sei überzeugt, dass die neuen Freundschaftsverhältnisse mit diesen Parteien weiter ausgebaut würden.
Quelle: Balkanforum

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Der Sodomievorwurf oder Abspaltung und Projektion

Der Obmann des steirischen Rings Freiheitlicher Jugendlicher (RFJ), Michael Winter (20), ist am Montag wegen Verhetzung verurteilt worden. Winter hatte in der RFJ-Zeitschrift „Tangente“ (Nr. 1/2007) Muslimen eine Tendenz zur Sodomie unterstellt und als „Sofortmaßnahme“ gegen Vergewaltigungen in Graz gefordert, „eine Schafherde im Stadtpark grasen“ zu lassen. Von Richter Georg Allmayer setzte es dafür nach knapp 20 Minuten Verhandlung drei Monate bedingt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Winter erbat Bedenkzeit.

Winter ist Sohn der steirischen FP-Politikerin Susanne Winter, der wegen ähnlicher Äußerungen ebenfalls ein Prozess droht.
Quelle: Wiener Zeitung

Auch der Mutter des Angeklagten, der Grazer FPÖ-Kommunalpolitikerin Susanne Winter, droht ein Prozess wegen Verhetzung. Sie hatte vor Monaten europaweit für Aufsehen gesorgt, als sie den Propheten Mohammed in einer Wahlkampfrede als „Kinderschänder“ verunglimpfte.

Außerdem soll sie in einer Wahldebatte die Einrichtung eines „Tierbordells“ in Graz gefordert haben, damit sich muslimische Männer nicht an Mädchen im Stadtpark vergreifen.
Quelle: Süddeutsche

Ähnliche Aussagen sind ja auch von einem Österreicher ungefähr desselben Alters bekannt und für die Hedonistische Mitte ist die Bezeichnung „Ziegenficker“

„weniger eine „Beleidigung aller Muslime“, als vielmehr eine Verharmlosung dieser Zustände“

(hxxp://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/Islam_is_lame.htm)

Ivo Wertmüller und Justus Bozic

Ivo Wertmüller und Justus Bozic