Archiv der Kategorie 'Antisemitismus'

Yigal Amir Fanclub

Postantideutsche beanspruchen für sich selbst gerne bedingungslos mit Israel solidarisch zu sein und vertreten die Meinung „Jede Kritik am Staat Israel ist antisemitisch“ (Joachim Bruhn) . Hier fragt sich, wer Israel eigentlich repräsentiert. Ist es nur der Staat, die Regierung und das Militär? Was ist mit den zahlreichen politischen Fraktionen in Israel? Etwas widersprüchlich zum Lob des Pluralismus und der Heterogenität der israelischen Gesellschaft, was sie von den arabischen Staaten unterscheiden soll, werden israelische Linke kollektiv als Spinner diffamiert, gilt Moshe Zuckermann bei vielen Postantideutschen als Antisemit, und obendrein wird dem Zentralrat der Juden in Deutschland vorgeworfen, er wäre nicht israelsolidarisch und würde den Islam verteidigen.
Etwas seltsam ist es da, dass der Postantideutsche Johnny Mutante in schiere Begeisterung über seine Kommunikation mit dem Kachpolitiker David Ha‘ivri ausbricht. Dessen Frau trägt übrigens ein Kopftuch, ein Kleidungsstück, das von Postantideutschen üblicherweise die Zugehörigkeit zu einer „besonders barbarischen Religion“ anzeigt.

Während die israelische Linke angeblich mit der Antisemitischen Internationale im Bunde steht, scheint man kein Problem zu haben, sich mit der Kachpartei zu verbrüdern, einer (in Israel illegalen) Organisation, welche den israelischen AraberInnen die Staatsbügerrechte entziehen möchte, die Vertreibung aller PalästinenserInnen plant und zudem noch verantwortlich für das Hebron-Massaker 1994, die Ermordung von Yitzhak Rabin sowie dutzende Anschläge ist.
Da verwundert es auch nicht, dass diese Sympathie auf Gegenseitigkeit beruht und die Neue Kach Bewegung einen Link auf die Website ihrer Gesinngungsgenossen von der Bahamas gesetzt hat.