Archiv der Kategorie 'Post-Antideutsche'

Georg Weerth Gesellschaft Pro Köln

Der neueste Aufruf der Georg-Weerth Gesellschaft gegen den Moscheebau in Köln ist dermaßen absurd, dass ich gar nicht weiß, ob es sich lohnt, so etwas noch zu kritisieren.
Dennoch einige kommentierte Auszüge:

Weil offensichtlich niemand Giordanos mutige Worte hören will, ist es angezeigt, seine Argumente gegen den Bau der „Zentralmoschee“ noch einmal zu wiederholen.

Hier wird -wie stets- der Mythos vom „mutigen“ Tabubruch ausgebreitet, so als dürfe man „den Islam“ nicht kritisieren, ohne als Rassist zu gelten. Der Antideusche Martin Blumentritt schrieb einmal etwas halbwegs richtiges über diese Legitimationsargument, das selbst schon eine rassistische Vorstellung, nämlich die des „übermächtigen Islam“, der alles kontrollieren kann, beinhaltet.

Es handelt sich nicht um eine Frage des Rechts auf Religionsfreiheit. Moslems können ihren Glauben ausleben, denn es gibt ein paar Dutzend Gebetsräume in Köln. Dass es sich bei diesen Räumlichkeiten nicht um prunkvolle Sakralbauten handelt, mögen die islamischen Verbände bedauern, die Religionsfreiheit wird davon nicht berührt. Zudem sind Moscheen anders als Kirchen gar keine sakralen Gebäude, sondern Orte, in denen neben dem Gebet auch Geschäfte und kulturelle wie politische Zusammenkünfte stattfinden.

Moscheen sind gar keine sakralen Orte (ist der Islam dann auch gar keine Religion?), im Gegensatz zu Kirchen! Sie dienen nicht der Verehrung Gottes, sondern dem „Geschäftemachen“!
Tut mir leid, aber bei derartigen Vorwürfen fühle ich mich an den christlichen Antisemitismus von Adolf Stöcker erinnert.

Absurd ist auch die logische Folgerung, dass die Moschee ja weniger der Religionsausübung dient, sondern politischen Zusammenkünften und aus diesem Grund könne der Moscheebau nicht mit dem Recht auf Religionsfreiheit legitimiert werden.

Die “Zentralmoschee” ist ein Symbol des chauvinistischen Türkentums. Da der Trägerverein Ditib direkt dem türkischen Religionsministerium untersteht, ist davon auszugehen, dass die Moschee ein Außenposten der AKP-Regierung Erdogans sein wird. Die Ideologie des Türkentums ist aggressiv nationalistisch, rassistisch und bisweilen antisemitisch. Die türkische Ideologie ist gegen die individuelle Emanzipation gerichtet und kennt nur die repressive Einheit der Volkszugehörigkeit.

Beriefen sich Post-Antideutsche bisher immer auf „Islam-“ oder „Religionskritik“ wird jetzt gegen angebliche „Agenturen des Türkentums“ (Bahamas) vorgegangen.
In der Türkei regiert also eine nationalistische und chauvinistische Partei. Wer hätte das gedacht? So ablehnenswert die islamische CSU, AKP -die tatsächlich so hart gegen Gegner vorgehen kann, wie Beckstein es sich erträumt- auch ist, so irrational ist doch die Vorstellung, dass sie ausgerechnet durch den Bau einer Moschee mehr Einfluss in Deutschland gewinnen könnte. Das gilt sogar, wenn man der GWG-Verschwörungstheorie, Ditib seien „Marionetten“ der AKP und die „fünfte Kolonne“ zur Untergrabung der BRD, Glauben schenken würde. Auch wenn dies tatsächlich so wäre, dann gäbe es immer noch keinen Grund den deutschen Chauvinismus gegen den türkischen zu verteidigen.

Die Ditib ist keine gemäßigte Organisation. Wer das behauptet, der hat sich noch nie die Website dieser Organisation angesehen. Sicher, dort werden keine djihadistischen Kampfaufrufe verbreitet, trotzdem vertritt die Ditib einen konservativen Islam, spricht sich für das Kopftuch aus, hält die Geschlechtertrennung beispielsweise in Schwimmbädern für sinnvoll und sieht im Koran das “Wort Gottes”.

Also was nun? Vorher wurde bemängelt, dass Moscheen keine sakralen Orte seien, jetzt wird „kritisiert“, dass der Koran als heilige Schrift und Offenbarung betrachtet wird.
Ich bin gegen Religion, weil sie Religion ist?

„Verschwörung der Orientalen“

Auch Greschka berichtet über Leute, die eine „islamische Verschwörung“ am Werke sehen.

Al Quaida: brought to you by Multikulti?

Bigmouth hat in seinem Blog einen Ausschnitt aus dem ersten konservativen Comic gepostet. Der Comic stellt eine Dystopie aus konservativer Sicht dar, in der im Jahr 2021 »ultraliberale Extremisten« in den USA herrschen und Ossama Bin Laden als Botschafter Afghanistans von den UN empfangen wird.
osama justus

Ob ein Artikel von Thomas von der Osten-Sacken wohl die literarische Vorlage dazu war?
Sind es diese Comics aus denen Justus Wertmüller seine Informationen über das Weltgeschehen und die UN bezieht?